Das spezialisierte Ärzteteam der Klinik verwendet die gespendeten Eizellen zur Behandlung der Unfruchtbarkeit seit Ende neunziger Jahre und hat mit dem Programm Eizellspende langjährige Erfahrungen. Die Therapie führt in 55 – 60 % der Fälle nach einem Zyklus zur Schwangerschaft.
Etwa bei einem Drittel aller Frauen, die Probleme beim Schwangerwerden haben, sind die Eierstöcke nicht in der Lage, befruchtungsfähige Eizellen zu produzieren, oder sie haben überhaupt keine Eierstöcke. In solchen Fällen ermöglichen die Gesetze in der Tschechischen Republik die Verwendung gespendeter Eizellen (Oozyten).
Für die Patientinnen, die an einem IVF-Zyklus mit gespendeten Eizellen interessiert sind, werden in der Klinik Unica freiwillige Spenderinnen ausgesucht, die die Stimulation der Eierstöcke anstelle der Patientin absolvieren und die gewonnenen Eizellen der Empfängerin zur Verfügung stellen. Diese Eizellen werden mit den Spermien des Partners der Empfängerin befruchtet und die entstandenen Embryonen anschließend in die Gebärmutter der Empfängerin, künftigen Mutter übertragen.
Die Klinik Unica verfügt stets über genügend getestete Spenderinnen, so daß die Therapie innerhalb kürzester Zeit beginnen kann.
Wer ist die Spenderin?
Die Spenderinnen sind junge Frauen, die sich freiwillig beim Zentrum für assistierte Reproduktion melden und anderen Frauen helfen wollen. Am häufigsten handelt es sich um Studentinnen der Brünner Hochschulen oder junge Mütter im Mutterschaftsurlaub.
Alle Spenderinnen müssen immer die strengen Kriterien für die Gameten- und Embryonenspende der Amerikanischen Assoziation für Reproduktionsmedizin erfüllen (Guidelines for oocyte donation of The American Society of Reproductive Medicine, publiziert in „Fertility and Sterility“, Vol. 77, No. 6, Suppl. 5, June 2002).
Sie müssen jünger als 30 Jahre sein, und alle Untersuchungen auf übertragbare Infektionskrankheiten (HIV, Syphilis, Hepatitis B und C, Zytomegalievirusinfektion und Chlamydien) müssen negativ ausfallen. Selbstverständlichkeit sind ein guter gesundheitlicher Allgemeinzustand und ein negatives Ergebnis der genetischen Untersuchung.
Wer ist die Empfängerin?
a. Frau, die keine geeigneten Eizellen produziert
In diese Gruppe gehören Frauen, die wiederholt eine Therapie mit den Methoden der IVF absolviert haben, ohne daß eine verwendbare Eizelle oder ein gesunder Embryo gewonnen worden wäre. Speziell ältere Frauen können Eizellen von geringerer Qualität produzieren, die nicht befruchtungsfähig sind oder defekte, nicht entwicklungsfähige Embryonen hervorbringen.
b. Frau, die keine Eizellen hat
Hier handelt es sich um Frauen, bei denen sich keine Eierstöcke entwickelt haben oder denen beide Eierstöcke bei Operationen entfernt wurden, ebenso auch Frauen, die von einem vorzeitigen Versagen der Reproduktionskapazität der Eierstöcke betroffen sind.
c. Frau, die Überträgerin einer Erbkrankheit ist
Bei diesen Frauen wurde durch genetische Untersuchung ein Chromosomendefekt festgestellt, der auf künftige Nachkommen übertragen werden könnte.