Bestätigung der Schwangerschaft durch Ultraschall
Bei positivem Testergebnis werden die Zahl der Schwangerschaften und ihre Anordnung in der Gebärmutter durch Ultraschall (US) bestätigt. US wird zwei Wochen nach dem Schwangerschaftstest durchgeführt. Dies ist zu Beginn der 7. Schwangerschaftswoche, der Embryo mißt zu diesem Zeitpunkt bereits 3 mm, und es muß auch eine Herztätigkeit erkennbar sein. Bei diesem Befund wird von einer klinischen Schwangerschaft gesprochen, und das Ergebnis der IVF-Therapie ist positiv.
Zählung der Schwangerschaftswochen
Bei einer Empfängnis auf natürlichem Wege ist der Tag der Befruchtung meist nicht bekannt, denn die Ovulationen können unregelmäßig über einen Zeitraum von mehr als einer Woche stattfinden. In der Zählung der Geburtshelfer beginnt daher die Schwangerschaft am ersten Tag der letzten Menstruation und dauert 40 Wochen (±14 Tage).
Bei der Befruchtung in Form einer IVF ist der Tag der Übertragung des Embryos in die Gebärmutter genau bekannt. Nach der „Schwangerschaftsmathematik“ beginnt also am Tag des Transfers die 3. Schwangerschaftswoche. Ein positiver Test steht dann in der 5. Woche zu erwarten, der Ultraschall in der 7. Woche.
Der Entbindungstermin der auf diese Weise entstandenen Schwangerschaft läßt sich einfach berechnen, indem zum Datum des ET 38 Wochen hinzugezählt werden; oder aber es werden zwei Wochen abgezogen und 40 hinzugezählt.
Dieser Entbindungstermin ist jedoch reine Mathematik. Die biologische Reife der Schwangerschaft und der Beginn der Geburtswehen ist individuell sehr verschieden, als vollständig ausgetragene Schwangerschaft wird eine Schwangerschaft zwischen 38 und 42 Wochen betrachtet.
Therapieaudit
Falls der Test wie auch die Blutuntersuchung negativ sind, sollte ein Therapieaudit stattfinden. Der gesamte Therapieprozeß wird zusammen mit den beiden Partnern analysiert. Der Stimulationszyklus ist nie eine bloße Behandlung. Er stellt immer eine Fortsetzung der Diagnostik dar, denn erst nach Abschluß des Zyklus durch den Embryonentransfer sind alle Antworten auf die Fragen bekannt, wie die Eierstöcke auf die Stimulation reagieren, wie die Eizellen auf den Kontakt mit den Spermien reagieren, wie sich die Embryonen entwickeln, wie der Embryonentransfer gelingt u. a.
Ziel des Audits ist es, diese Informationen zu analysieren und von diesen ausgehend weitere, neue Möglichkeiten unter Berücksichtigung der so gewonnenen Erkenntnisse aufzuzeigen. So wird es möglich, eine noch stärker maßgeschneiderte Fortsetzung der Therapie zu planen, noch präziser die konkreten Bedingungen eines konkreten weiblichen Organismus oder eines Paares zu respektieren. Offenkundiger positiver Effekt einer solcherart geplanten Therapie ist, daß die Frauen leichter als im einführenden Zyklus schwanger werden.
Das Audit soll den Patienten auch klarmachen, daß das negative Ergebnis eines Therapiezyklus nicht als Endergebnis anzusehen ist, und vor allem beiden Partnern ihren Optimismus und ihre Geduld zurückgeben.
Faktoren, die die Empfängnis beeinflussen
Die Ursache für die unablässige wachsende Zahl der Paare mit Fortpflanzungsproblemen ist im Grunde nicht bekannt. Unter Experten aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin herrscht die Ansicht vor, daß an diesem negativen Trend der heutige Lebensstil mit immer mehr Streß und einer immer schlechteren Umweltsituation beteiligt ist. Diese Faktoren lassen sich nur schwerlich innerhalb einiger Jahre beseitigen.
Zu den negativen Faktoren, die dagegen jeder einzelne mehr oder weniger beeinflussen kann, gehören Rauchen und Übergewicht.
Rauchen und Übergewicht gelten als wichtigste Faktoren, die das Schwangerwerden erschweren.