Assistierte Reproduktion

Die assistierte Reproduktion wird an unserer Klinik für jedes Paar immer entsprechend seinem Gesundheitsstand und Bedürfnissen maßgeschneidert

Den ganzen Weg von der Vorbereitung an bis zum Transfer des Embryos in den Körper der Mutter können Sie unten an einem typischen Verlauf verfolgen.

  • 1Vorbereitungsphase

    Vorbereitungsphase

    In der Vorbereitungsphase wird das Problem des Paares diagnostiziert, die geeignete Vorgangsweise definiert, die Eierstöcke stimuliert, die Spermien und Eizellen entnommen, evtl. die Entscheidung über eine Eizell- oder Samenspende getroffen.
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  • 2Befruchtung der Eizelle

    Befruchtung der Eizelle

    Die Eizellen werden mit einer der drei Methoden befruchtet, die anhand des Gesundheitszustands und Wunsches des Paares ausgewählt wird.
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  • 3Verlängerte Kultivierung

    Verlängerte Kultivierung

    Nach der Befruchtung werden die Embryonen verlängert kultiviert. Dies ermöglicht, geeignete Embryonen für den Transfer auszuwählen, indem der Verlauf der Entwicklung während der ersten fünf Tage verfolgt und analysiert wird. Die Embryonen, die chromosomal nicht in Ordnung sind, entwickeln sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.
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  • 4Embryonentransfer

    Embryonentransfer

    Nach der Kultivierung im Labor übertragen wir das geeignete Embryo in die Gebärmutter der Mutter, welche die Schwangerschaft austrägt.
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  • 0.Tag

    Vorbereitungsphase

  • Der Weg zum ersehnten IVF-Kind beginnt bei uns mit einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Dabei werden detailweise die Reproduktionsfähigkeiten des Paares analysiert, konkrete Methoden empfohlen und ein Plan der ganzen Behandlung erstellt. Den typischen Verlauf der Behandlung können Sie unten verfolgen.

  • Eizellen

  • Bei der Analyse der Reproduktionsfähigkeiten der Frau stellen wir fest, wie die Eierstöcke funktionsfähig sind, und beurteilen die Qualität der Eizellen. Die Oozyten entnehmen wir durch Punktieren und Absaugen in kurzfristiger Vollnarkose. Falls die eigenen Eizellen problematisch sind, empfehlen wir eine Eizellspende.

  • In diesem Fall wählen Sie in unserer Datenbank eine geeignete Spenderin aus und die Behandlung kann fortsetzen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Abschnitt Eizellspende.

  • Spermien

  • Entsprechend der Spermiogrammqualität wird die geeignete Methode der Befruchtung der Eizelle festgelegt. Beim guten Spermiogramm kann man die gewonnenen Spermien einfrieren und für spätere Verwendung aufbewahren. Falls das Ejakulat keine befruchtungsfähigen Spermien enthält, könnte man die Spermien mittels der Methode MESA oder TESE gewinnen. Diese Eingriffe werden bei uns von einem spezialisierten Urologen gemacht. Sollten doch keine guten Spermien gewonnen werden, könnte man den Spendersamen verwenden.

  • Befruchtung der Eizellen und Entstehung der Embryonen

  • Die Eizelle wird entweder spontan im Körper der Frau (IUI) oder außerkörperlich befruchtet, wobei es sich um assistierte Reproduktion (IVF, ICSI) handelt.

  • Mit der IUI wird eine intrauterine Insemination gemeint, bei der die vorbereiteten Spermien direkt in die Gebärmutter eingeführt werden, doch die eigene Befruchtung der Eizelle wird nur von der Natur gesteuert. Vor dieser Therapie müssen wir sicher sein, dass die Frau durchgängige Eierstöcke hat und die Spermien sich gut bewegen, sonst würden sie gar nicht zu der Eizelle gelangen. Da sich die Spermaqualität bei Männern ständig verschlechtert, ist diese Methode nicht besonders erfolgreich.

  • Der Zufall wird minimiert und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht, indem die Spermien direkt in die Eizelle mittels ICSI injiziert werden. Dies wird unter einem Mikroskop mit einem Mikromanipulator durchgeführt.

  • Die jüngsten Studien haben gezeigt, dass es immer problematischer ist, zu erkennen, welcher Spermium wirklich gesund ist. Deshalb empfehlen wir, für die Spermienauswahl die genauere PICSI Methode (Preselected ICSI) einzusetzen. Für die Befruchtung werden die Spermien verwendet, die sich zum Tropfen einer chemischen Substanz bewegen, welche die Eizellehülle enthält. Diese Substanz wirkt wie ein Magnet.

  • Wenn die Samenqualität kritisch ist und nur abnormale Spermien vorhanden sind, kann man die Richtige mittels IMSI auswählen. Die Auswahl führen wir mittels eines speziellen Mikroskops durch, welcher die Spermien bis 6000x vergrößert. So kann ein Spermium mit normaler Morphologie, normalem Aussehen des Kopfes ausgewählt werden. Solche Spermien sind höchstwahrscheinlich gesund und werden in die einzelnen Eizellen injiziert.

  • 1.-5.Tag

    Kultivierung der Embryonen

  • Durch die Befruchtung der Eizellen entsteht ein Embryo. Leider ist es nicht möglich sicherzustellen, dass durch die Verbindung des Spermiums und der Eizelle nur gesunde Embryonen entstehen. Wie sich die genetischen Informationen von mütterlicher und väterlicher Seite vermischen, kann die Wissenschaft nicht beeinflussen. Es ist Zufallsache.

  • Die verlängerte Kultivierung der Embryonen ermöglicht, ein gesundes Embryo von einem Fraglichen zu unterscheiden. Die Embryonen, die nicht in Ordnung sind, entwickeln sich während der ersten fünf Tage im Labor nicht mehr. Die Embryonen, die sich bis zu dem 5. Tag weiter entwickeln, kann man für gesund halten. Auf Wunsch des Patientenpaares können wir eins bis maximal zwei Embryonen übertragen und die Überzähligen einfrieren.

  • Für eine genauere Analyse der Entwicklung der Embryonen verwenden wir das EmbryoScope, einen speziellen Kultivierungsbrutkasten. In diesem wird jedes Embryo die ganze Zeit mit einer Microcamera aufgenommen. Dank diesem haben wir mehr Informationen zur Beurteilung der normalen Entwicklung.

  • Bei erhöhtem Risiko der angeborenen genetischen Erkrankungen können wir mittels der PGD (genetische Präimplantationsdiagnostik) die chromosomale Ausstattung des Embryos erkennen. Ein defektes Embryo wird nicht übertragen.

  • 5.Tag

    Transfer des Embryos in die Gebärmutter

  • Nach erfolgreicher Kultivierung wird das Embryo in die Gebärmutter übertragen (transferiert). Der Embryonentransfer ist der Höhepunkt der ganzen Behandlung. Damit der Transfer erfolgreich stattfinden kann, müssen die grundlegenden Bedingungen erfüllt werden – d.h. der Gebärmuttermund muss gut durchgängig sein und man muss einen geeigneten Transferkatheter bei einer geeigneten Transfertechnik verwenden. Für die Übertragung wählen wir einen Katheter, der am besten der individuellen Form und Größe der Gebärmutter der konkreten Frau entspricht.

  • Die nicht transferierten sich weiter entwickelnden Embryonen können bei uns mittels der Methode CryoTop eingefroren werden. So kann später ein weiteres Kind vom Transfer der aufgetauten Embryonen (KET) entstehen.

  • 6.-7.Tag

    Einnistung des Embryos

  • Am sechsten und siebten Tag der Embryonalentwicklung, also ein bis zwei Tage nach dem Transfer, nistet sich das Embryo in die Gebärmutterschleimhaut ein. Die Einnistung ist ein „Dialog“ zwischen dem Embryo und der Schleimhaut, das von verschiedenen Faktoren und Mediatoren beeinflusst wird, die von keiner Darstellungstechnik ersichtlich sind. Die mit dem Ultraschall sichtbare Höhe des Endometriums ist einer der Hilfsaktoren.

  • Die Chance auf eine erfolgreiche Einnistung der Embryonen kann man mit einer kleinen Menge eines speziellen Mediums erhöhen, das die Implantation unterstützt (ISMT). Dieses wird noch vor dem Embryonentransfer in die Gebärmutter eingeführt.

  • Anhand unserer Studie wurden im Laufe eines Jahres um 23% mehr Frauen mit der ISMT schwanger verglichen zu den Patientinnen ohne die ISMT.

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